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Mein 1979er Pontiac Trans Am

1979 WS6 Trans Am

Vorgeschichte

Nachdem ich die ersten V8 Erfahrungen mit meinem Dodge W200 Pickup gemacht hatte, war klar das nach dem Verkauf des Dodge irgendwann wieder ein US V8 gekauft wird. Eher zufällig bin ich dann auf diesen Pontiac Trans Am mit dem seltenen WS6 special performance and handling package gestossen.  Diese Fahrzeuge sind mit dickeren Stabilisatoren, einem sehr harten Fahrwerk, einer gesperrten Hinterachse mit Scheibenbremsen, anderem Bremskraftverstärker, direkterem Lenkgetriebe, 1 Zoll breiteren Felgen (8x15) und einigen weiteren Sonderteilen ausgeliefert worden.
Dieses Fahrzeug wurde im Mai 1979 in die Schweiz an die Tip Top Garage in Zürich ausgeliefert und von mir 1991 als nicht mehr fahrbereites Restaurationsobjekt erworben.

Trans Am resto

Das Fahrzeug hatte einen Motorschaden und wie sich erst später zeigen sollte, war die Hinterachse ebenfalls beschädigt. Der Motor wurde in Frankies Garage überholt und überarbeitet, dabei wurden auch gleich die gerissenen Gußkrümmer gegen Fächerkrümmer getauscht. Der Wagen wurde danach erst mal im Originallack belassen und so gefahren. Die Auspuffanlage wurde später noch komplett auf Doppelrohr umgebaut und nach einigen Anläufen vom TÜV eingetragen. Die Hinterachse wurde aber immer lauter, was an einem defekten Lagersitz im Achskörper lag. Eine Überholung der Achse war daher nicht möglich. Da keine gebrauchte Scheibenbremshinterachse aufzutreiben war, wurde mit dem defekten Lagersitz weitergefahren.

Trans Am 1

Trans Am 3

Trans Am 2

Da der Lack an ein paar kleinen Stellen ausgebessert werden musste und dies bei silber sehr schwierig sein soll, hatte ich mich entschieden den Wagen in Perleffekt schwarz lackieren zu lassen.

Trans Am 4

Danach hatte ich noch einen neuen Teppich in das Auto gelegt und eine schwarze Innenausstattung verbaut, da die originalen hellblauen Sitze nicht so richtig zu dem schwarzen Lack gepaßt hatten. Die Hinterachse war inzwischen nicht mehr richtig fahrbar und da in Deutschland immer noch keine Scheibenbremshinterachse aufzutreiben war, mußte die Suche in die Schweiz verlagert werden. Schließlich konnte ich in Schöftland bei Zürich eine Achse auftreiben. Diese Achse ist auch noch länger übersetzt und senkt somit die Drehzahl. Die Beschleunigung ist trotzdem noch erfreulich gut. Die Achse war aus dem 1973er SD455 Trans Am von Roger Bolliger, da dieser sein Fahrzeug wieder auf die originale Trommelbremshinterachse umgerüstet hatte. Bei der Gelegenheit konnte ich noch seine anderen frühen Firebird Fahrzeuge ansehen. Diese befinden sich alle in einem Traumhaften Zustand und es wurde auch schon in der Zeitschrift Chrom&Flammen ein Artikel über seine Sammlung veröffentlicht. Mein Wagen war nach dem Hinterachswechsel wieder fitt für die Straße und es wurden einige Treffen angesteuert. Um das Kapitel Optik abzuschließen wurden jetzt noch die Felgen gestrahlt und pulverbeschichtet.

1979 Trans Am 1

Da der Wagen in der letzten Saison bei längeren Strecken begonnen hat komische Geräusche zu machen habe ich die Kreuzgelenke der Kardanwelle gewechselt. Leider hat dies keine Verbesserung gebracht und somit muß weiter nach der Ursache gesucht werden.

 

2006

Um den Geräuschen auf die Spur zu kommen wurde der Wagen in die Werkstatt von Patrick Kaiser gebracht um das Getriebe zu prüfen. Hierbei wurde eine gerissene Druckplatte gefunden und Kupplungsscheiben die an der Verschleißgrenze waren. Das Getriebe wurde daher komplett überholt. Leider stellte sich auf der anschließenden Probefahrt heraus, das die Geräusche nicht nur aus dem Getriebe kamen sondern die Hinterachse auch etwas lauter läuft. Beim öffnen der Achse kam dann eine defekte rechte Steckachse (war um 4mm unrund), eine um 1,5mm unrund laufende Bremsscheibe, sowie eine abgebrochene Sicherungsschraube zum Vorschein. Die Hinterachse wurde daher komplett neu gelagert und es wurden neue verstärkte Steckachsen verbaut. Die Reparatur hat sich von Mai bis September hinausgezögert, da die Steckachsen erst von der Fa. Moser (USA) angefertigt werden mußten. Dafür sind die Steckachsen jetzt deutlich solider dimensioniert und mit speziellen Lagern versehen. Gut Ding will eben Weile haben. Das Getriebe schaltet so wie es soll und der Wagen fährt sich fast wie ein neuer. Der Druck im Getriebe wurde bei der Überholung um 1,5 bar angehoben und ein einstellbarer Modulator verbaut, somit erfolgen die Gangwechsel schneller und die Schaltpunkte lassen sich über den Modulator einstellen.

2007

In dieser Saison wurde hauptsächlich gefahren und nichts technisches am Fahrzeug geändert. Optisch wurden wieder die originalen Schriftzüge auf der Haubenhutze und dem Heckspoiler angebracht.
 Es wurden folgende Veranstaltungen  mit dem Wagen besucht: Blütenausfahrt Schloß Zeil, Oldtimertreffen in Pfullendorf, Wangen und Lindau, US-Car-Treffen in Dornbirn, Ebenweiler und Lindenberg. Die Fotos von den Veranstaltungen findet ihr in der Galerie.

 

2008

Nach dem der Wagen von der Technik her so problemlos gelaufen ist, wird jetzt der Innenraum wieder etwas aufbereitet. Im ersten Schritt wurden die bemalten Instrumente gegen originale getauscht.


instralt02

instrneu02

Eine neue Heckablage wurde eingebaut und der Himmel frisch bezogen.

 

Zur Mitte der Saison wurde auf die Haube noch der Hood Bird geklebt.

 

 

 

 

Vor dem Ende der Saison hat der Wagen noch Koni Stoßdämpfer und eine Pypes Performance Edelstahlauspuffanlage mit X-Pipe bekommen.

2009

Die Schweizer Blinker wurden vor den ersten Treffen gegen die original US-Version getauscht.

2010

Der abgegriffene Deckel der Mittelkonsole wurde gegen ein Neuteil getauscht.
Der Verteiler wurde getauscht da sich der Zündzeitpunkt nicht mehr über den Unterdruck verstellt hat.

 

 

Der originale Rochester Vergaser brachte in der 2. Stufe zu wenig Krafstoff, was zu einer starken Abmagerung des Gemischs führte. Daher wurde ein Edelbrock 600 Vergaser mit einer modifizierten Edelbrock Performer Ansaugspinne verbaut. Anschließend wurde der Vergaser auf dem Leistungsprüfstand von Patrick Kaiser eingestellt.

 

 

 

 

Das letzte Bild zeigt warum die Ansaugspinne modifiziert werden musste. Die Komponenten der Abgasrückführung kollidieren mit dem Vergaser. Daher wurde die Ansaugspinne abgefräst und die Öffnung anschließend verschweißt. Außerdem wurden die Kanäle für die Abgasrückführung strömungsgünstig mit Stopfen verschlossen. Hier noch das Ergebnis der Leistungsmessung: 153kW bei 3450 U/Min am Rad.

 

2012

Das Thermostat wurde gewechselt und eine kleine Inspektion durchgeführt, dann ging es auf zu einer Probefahrt. Auf dieser ist auch das folgende Foto entstanden. Bei uns gibt es noch ein kurzes Straßenstück mit den alten Granit Leitpfosten und der alten Beschilderung der 50er Jahre. Aber seht selbst:

79 Trans Am

Die Pypes Performance Auspufftöpfe wurden durch Magnaflow Töpfe ersetzt.

2013

Der Olds 403 Motor wurde durch einen auf 461cui aufgebohrten 455er Oldsmobile Big Block ersetzt.













Olds-455-Shaker

olds-455-trans-am

Mehr zum Motor könnt ihr hier nachlesen. Der Motor wurde mit Fächerkrümmern von Hedman Hedders und einem speziell angefertigten Luftfilter (Bilder) bestückt, damit er in den Motorraum und mit dem Shaker unter die Motorhaube paßt.

 

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