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Mein 1980er Plymouth Volare

2009

Beim durchstöbern von ebay stosse ich auf einen Plymouth Volare den ein Schweizer versteigert. Da die Artikelbeschreibung ganz gut war habe ich auf den Wagen mitgeboten und ihn am 04.06.09 ersteigert. Gleich am 06.06.09 geht’s zur Abholung in die Schweiz und ich stehe zum ersten mal vor dem Wagen. Ein etwas mulmiges Gefühl macht sich breit als der Wagen aus der Nähe betrachtet wird. In Optik und Technik muss wohl etwas Arbeit gesteckt werden, aber so viel Auto für so wenig Geld gibt es sonst nur selten.

Nachdem der Papierkrieg erledigt war ging’s los zur nächsten Tankstelle und mutig weiter in Richtung Zoll. Der Leerlauf des Motors war mehr als unrund, aber wenn man Gas gegeben hat war alles wieder OK. Dumm nur, dass man durch Konstanz so schlecht gas geben kann. Der Weg führte erstmal direkt in den Zollhof und wegen der Fahrzeuggröße gleich mal zur LKW-Abfertigung.

Hier war schon klar, dass die Bremse vorne links nur mit viel Glück die Heimfahrt zulassen wird. Die Felge war schon recht warm geworden. Dafür gab es aber eine problemlose Zollabfertigung die nur 15 Minuten gedauert hat. Mit den Zollpapieren in der Hand und etwas ärmer ging es weiter zur Fähre. Auf der Fähre hat mich der Einweiser zu den Teilnehmern der Lindau Classic 2009 gestellt.


Aus der linken Bremse kam inzwischen Rauch und die Hoffnung das sich die Bremse wärend der Überfahrt abkühlt hat sich auch nicht erfüllt. Also von der Fähre runter und eine kleine Pause auf dem nächsten Parkplatz gemacht. Danach bin ich noch von Meersburg bis Stetten mit dem Wagen gefahren, dann ist das Fahrverhalten zu gefährlich geworden. Also nichts wie runter von der Straße und die Bremse kühlen.

Dummerweise hat sich die kalte Bremse nicht mehr gelöst und der Wangen mußte mit durchdrehenden Rädern aus der Pfütze geschaukelt werden. Eine Weiterfahrt war somit sinnlos. Also, Abschleppwagen gerufen und 90 Minuten auf das Eintreffen des selbigen gewartet.

Der restliche Heimweg auf der Ladefläche verlief dann problemlos.
Eine erste Bestandsaufnahme am 07.06.09 zeigte dann, das ein Stück vom Bremskolben gefehlt hatte und das obwohl neue Bremsscheiben und Bremsbeläge an dem Volare montiert waren. Das muss der Verkäufer somit gewusst haben. Schade, denn nach der Fahrt waren die neuen Bremsscheiben und Beläge natürlich reif für den Schrott. Die kompletten Bremsen vorne, der Bremskraftverstärker, der Lenkhebel, der Vergaser, der Blinkerschalter, alle Stoßdämpfer, Keilriemen, Zündkerzen und Öle wurden inzwischen gewechselt. Die Bremsbänder im Automatikgetriebe und die Ventile wurde eingestellt, sowie Ansaugbrücke und Abgaskrümmer neu abgedichtet.



Der defekte ovale Lautsprecher im Armaturenbrett wurde noch gegen 2 neue Lautsprecher getauscht.

Die erste Probefahrt nach der Techniküberholung hat der Volare problemlos absolviert.



Nach der Probefahrt wurde der Wagen für die Lackierung vorbereitet.

 

2010

Inzwischen ist der Volare grundiert und wartet auf die Endlackierung



 

2015

Nach langer Pause geht es am Volare, in neuen Räumlichkeiten weiter. Um ein besseres Ergebnis zu erzielen wurden noch die Türen und die Wischerlager demontiert und das Auto komplett angeschliffen. Anschließend wurde der Wagen erneut komplett grundiert.








 

Der Decklack in braun Matt wurde gespritzt und ich muß sagen, matt lackieren ist schwieriger als Glanzlack. Das Spritzbild muß überall stimmen, da man nichts beipolieren kann.






 

Da ich mit der Lackoberfläche auf dem Dach nicht zufrieden war, war ein Naßschliff angesagt und das Dach und die hinteren Seitenteile wurden erneut lackiert.







 

Da der Wagen früher mal lackiert wurde, ohne die Anbauteile abzubauen, hatten die Rücklichter an den Rändern überall noch rote Farbspuren. Der Silberne Rand der Rücklichter hatte sich auch schon an einigen Stellen aufgelöst und der schwarze Kunststoff war sichtbar. Die Rücklichter wurden daher abgeklebt und der Rand in schwarz matt lackiert.


 

Die Rücklichter wurden montiert. Sieht gleich wieder etwas mehr nach Auto aus.

 

Kofferraumdeckel innen und außen lackiert.


 

Kofferraumdeckel montieren und grob ausrichten.


 

Motorhaube innen und außen lackiert.



 

Türen innen und außen lackiert. Für die gesamte Lackierung wurden 8 Liter Mattlack benötigt.



 

Motorhaube und Beifahrertür montiert und ausgerichtet

 

Antenne wieder angebracht

Die restlichen 3 Türen montiert und ausgerichtet.




 

Leider hat der Vorbesitzer bei seiner Lackierung weder die Anbauteile demontiert noch richtig abgeklebt. Daher müssen alle Anbauteile von den roten Farbresten befreit werden. Den Anfang machen die Anschlaggummis der Türen und Hauben. Der Lack wurde mit einer Messingdrahtbürste von den Gummiteilen entfernt. Die Gummiteile wurden danach über Nacht in Silikonöl eingelegt. Jetzt sind sie wieder schön geschmeidig.

 

Die demontierten Teile waren in einer Schreinerei zwischengelagert und hatten eine entsprechende Staubschicht abbekommen. Da es dort trocken war, konnte der staub problemlos mit Druckluft entfernt werden.





 

Der Kühlergrill und die Scheinwerfer wurden wieder montiert und die Verdrahtung der Beleuchtung geprüft.

 

Die Türgriffe und Türschlösser sowie die Anschlaggummis der Türen und Hauben wurden montiert.

 

Die Zierleisten wurden in schwarz matt lackiert.

 

Die Bumperfiller wurden mit einer schwarzen Sprühfolie lackiert und anschließen zusammen mit den Stoßstangen montiert.




 

Die lackierten Zierleisten wurden wieder angebaut.




 

Da die Befestigungsteile für die Türscheiben altersbedingt zerbröselt waren, wurden Drehteile angefertigt.

 

Die Heckablage wurde neu angefertigt und bezogen.

 

Der eingerissene Himmel wurde geklebt und frisch bezogen.




 

Hier tritt Nico, der neue Besitzer des Volare, zum ersten Mal in Aktion. Lustig ist, dass Nico mir immer von meiner Farbwahl abgeraten hat. Seiner damaligen Meinung nach darf man so ein Auto nicht „Kackbraun“ lackieren. Als der Wagen dann aber fertig lackiert war, hat er ihm so gut gefallen, dass er ihn haben wollte.


 

Der Himmel und die Heckablage sowie ein neuer Teppich wurden verbaut.




 

Auf Wunsch des neuen Besitzers wurde die Armaturenbrettabdeckung von rot auf schwarz umlackiert.

 

Die Sitzbänke wurden montiert.



 

Die Türverkleidungen wurden mit neuen Fensterdichtungen versehen und anschließend mit neuen Türfolien montiert.









 

Die neuen Türdichtungen wurden montiert. Da keine originalen lieferbar waren hatte ich lange nach einer passenden Alternative gesucht. Das waren für mich die letzten Arbeiten am Volare.


 

Da mein Lackierer mit dem AMC so gut wie fertig war musste der Volare Platz machen und durfte zu seinem neuen Besitzer umziehen.









Nico will die Sitzbänke neu beziehen lassen und die H-Abnahme in Angriff nehmen. Die Geschichte geht also in der Rubrik „Friends Rides“ weiter…
 

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